Softwarearchitektur für mehr Produktivität / Nürnberg, 26.1.26
Module entkoppeln, Anforderungen schneiden, Ereignisse aufzeichnen im Selbstbau
Die zentrale Anforderung an Softwareentwicklung ist stets hohe Produktivität. Inkorrekter Code darf die Produktivität nicht nach unten ziehen, komplexer Code darf sie nicht begrenzen durch Serialisierung der Arbeit.
Gerade weil KI heute die Codegenerierung beschleunigt, kommt es darauf an, Softwareentwicklung in einem Rahmen aus Testbarkeit und Arbeitsteilung aufzuhängen.
Klassische Architekturmuster wie Hexagonal oder Clean Architecture versprechen in dieser Hinsicht einiges, haben viele Anhänger gewonnen, doch liefern wenig. Beide adressieren nicht das Grundprobleme der Testbarkeit: funktionale Abhängigkeiten. Beide sind nicht für agile, inkrementell-iterative Vorgehensweise gedacht. Beide denken Softwarestruktur nicht vom User her.
Deshalb räumt der Workshop mit diesen Architekturmustern auf und ersetzt sie durch zeitgemäßere.
Softwarearchitektur ist kein notwendiges Übel, sondern sollte als fundamentaler Produktivitätsfaktor gedacht werden.
Inhalte
- Jenseits von Clean & Hexagonal Architecture
Warum diese Muster an ihre Grenzen stoßen – und welche Prinzipien sie ablösen können. - Testbarkeit durch echte Entkopplung
Einführung des Integration Operation Segregation Principle (IOSP) und darauf aufbauender Architekturen wie IODA und Sleepy Hollow. - Der Perspektivwechsel: Architektur vom Benutzer her denken
Einführung der Vertical Slice Architecture (VSA): Die Struktur der Benutzerinteraktionen treibt die Struktur der Software. - Keine Abhängigkeiten zwischen Slices – wirklich keine
Warum produktive VSA nur mit vollständiger Entkopplung funktioniert und weshalb ein zentrales Anwendungsdatenmodell tabu ist. - Events als gemeinsames Datengranulat
Grundlagen von Event Sourcing und der Einsatz eines Eventstores als Fundament für unabhängige Slices und interaktionsspezifische Datenmodelle. - Ein neuer Blick auf Anforderungen
Warum die Unterscheidung zwischen funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen nicht hilfreich bis kontraproduktiv ist. - Hands-on statt „Folienarchitektur“
Alle Konzepte werden praktisch umgesetzt:Die Teilnehmer implementieren die Architekturmuster in eigenen Anwendungen in TypeScript (Deno Runtime) mit CLI- oder Web-Frontend unterstützt durch leistungsfähige KI wie ChatGPT oder Claude. Fehlende Erfahrung in Typescript ist dadurch kein Hindernis.
Der Workshop richtet sich explizit an Entwickler ohne Vorerfahrung mit Event Sourcing. Alle Konzepte werden von Grund auf erklärt und direkt angewendet.
- Datum: 26. Januar 2026
- Zeit: 9:00 – 17:00 Uhr
- Veranstaltungsort: Nürnberg. Details in der Reservierungsbestätigung.
- Sprache: Deutsch
- Teilnehmerzahl: max. 12 Personen (der Workshop findet ab 3 Teilnehmern garantiert statt)
- Preis: 149 € zzgl. MwSt. (177,31 € inkl. MwSt.)
Voraussetzungen:
- Unbegrenzter Zugang zu einer leistungsfähigen KI (z.B. ChatGPT oder Claude)
- KI-Integration in die IDE kann helfen, muss aber nicht sein.
- Typescript-Kenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend. Wer nur Erfahrung mit Java, C#, C++, Python hat, wird sich zurechtfinden. Die KI übernimmt die Detailarbeit.
- Ein Eventstore für Typescript wird zur Verfügung gestellt.
- Am besten ist die Demo Runtime installiert. Damit wird Typescript total einfach.
